Professur für Quantencomputing mit Atomen (W2 mit Tenure Track auf W3)
Universität Leipzig
04103 Leipzig
Bewerbungsfrist: 2026-10-26
Wissenschaftliches Umfeld
- Zentrale Arbeitsgebiete des Felix-Bloch-Instituts für Festkörperphysik reichen von festkörperbasierten Spin- und Quantenphänomenen über Halbleiterphysik, Magnetismus und Supraleitung bis hin zu mesoskopischen Materialien und der atomaren Struktur komplexer Festkörper.
- Diese vielfältigen Themengebiete sind Teil des Potenzialbereichs „Quantentechnologien und Spindynamiken“ der Universität Leipzig und stimulieren interdisziplinäre Kooperationen und Verbundprojekte mit anderen universitären aber auch außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Leipzig und dem mitteldeutschen Raum.
Künftige Aufgaben
- Künftige Aufgaben der W2-Professur mit Tenure Track
- Forschung: Aufbau einer eigenständigen und international sichtbaren Forschungsgruppe, Einwerbung kompetitiver Drittmittel, Publikation herausragender Forschungsergebnisse in international renommierten, begutachteten Fachzeitschriften sowie Aufbau und Pflege nationaler und internationaler Forschungskooperationen.
- Lehre: Selbstständige Durchführung von Lehrveranstaltungen in der Experimentalphysik und den Quantentechnologien, Weiterentwicklung des Lehrangebots im Bereich Quantenphysik und Quanteninformation sowie engagierte Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
- Transfer: Förderung des Wissens- und Technologietransfers durch Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Partnern aus Industrie und Wirtschaft und Mitwirkung an der Entwicklung innovativer Anwendungen im Bereich der Quantentechnologien.
- Akademisches und außeruniversitäres Engagement: Beteiligung an der akademischen Selbstverwaltung, insbesondere durch Mitarbeit in Kommissionen und Gremien auf Fakultäts- und Universitätsebene, sowie Engagement in wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Forschungsnetzwerken.
- Weiterbildung: Kontinuierliche Weiterentwicklung von Führungs-, Management- und Kommunikationskompetenzen sowie Teilnahme an Angeboten zur hochschuldidaktischen und überfachlichen Qualifizierung. Die hier gelisteten Aufgaben sind Grundlage für die nach Ruferteilung einvernehmlich abzuschließende Evaluationsvereinbarung.
Voraussetzungen
- Die erfolgreiche Berücksichtigung in der zweiten Verfahrensstufe bei der kompetitiven Nachwuchsgruppenförderung im Programm BMFTR Quantum Futur ist Voraussetzung.
- Die Einrichtung der Professur steht unter dem Vorbehalt der endgültigen Bewilligung von Fördermitteln aus der Fördermaßnahme „Nachwuchswettbewerb, Quantum Futur“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).
- Die Besetzung steht folglich unter dem Vorbehalt der positiven Förderentscheidung sowie der Bereitstellung der entsprechenden Drittmittel durch das BMFTR.
- Gesucht wird eine Persönlichkeit mit einer Promotion in Physik oder einem verwandten Fachgebiet von herausragender Qualität (mindestens magna cum laude).
- Darüber hinaus werden die Berufungsvoraussetzungen gemäß § 59 SächsHSG, insbesondere zusätzliche wissenschaftliche Leistungen im Sinne von § 59 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. a SächsHSG, vorausgesetzt.
- Die zusätzlichen wissenschaftlichen Leistungen sind durch eine positiv evaluierte Juniorprofessur, eine Habilitation oder eine gleichwertige wissenschaftliche Tätigkeit nachzuweisen.
- Erwartet werden nachweisbare Forschungsleistungen im Bereich der Quantentechnologien, insbesondere des Quantencomputings, der Quantenoptik, der Quanteninformationsverarbeitung oder verwandter Gebiete, dokumentiert durch exzellente Publikationen in international renommierten, begutachteten Fachzeitschriften.
- Die Bewerberin bzw. der Bewerber zeichnet sich durch einschlägige wissenschaftliche Arbeiten in der experimentellen Grundlagen- und/oder anwendungsorientierten Forschung aus.
- Erfahrungen mit modernen experimentellen Methoden der Quantenphysik, insbesondere im Bereich atomarer, optischer oder verwandter Quantensysteme, werden vorausgesetzt.
- Erfahrungen im Aufbau wissenschaftlicher Kooperationen sind wünschenswert.
- Erfahrungen in der universitären Lehre in den Bereichen Experimentalphysik, Quantenphysik oder verwandten Themengebieten sind erwünscht.
- Pädagogische Eignung und hochschuldidaktische Kenntnisse, Kooperationsbereitschaft sowie die Fähigkeit zur Zusammenarbeit mit experimentell und theoretisch arbeitenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern werden vorausgesetzt.
- Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift sind für die Mitwirkung in englischsprachigen Studiengängen wünschenswert.
Weiterbildung
- Kontinuierliche Weiterentwicklung von Führungs-, Management- und Kommunikationskompetenzen sowie Teilnahme an Angeboten zur hochschuldidaktischen und überfachlichen Qualifizierung.
Befristung
- Die W2-Tenure-Track-Professur ist für die Dauer von bis zu sechs Jahren befristet. Spätestens im fünften Jahr nach Dienstantritt erfolgt eine Tenure-Evaluation gemäß der Tenure-Track-Ordnung (TTO).
- Nach erfolgreicher Tenure-Evaluation erfolgt die Berufung auf eine unbefristete W3-Professur gemäß § 60 Abs. 3 Sächsisches Hochschulgesetz (SächsHSG).
Bewerbung
- Bewerbungsschluss: 26.10.2026
- Bitte bewerben Sie sich ausschließlich über das Berufungsportal der Universität Leipzig.
Kontakt
- Schwerbehindertenvertretung der Universität Leipzig unter schwerbehindertenvertretung@uni-leipzig.de (Bei Fragen zur Barrierefreiheit oder Unterstützungsbedarf)
- Prof. Dr. Johannes Quaas, Dekan der Fakultät für Physik und Erdsystemwissenschaften, Linnéstraße 5, 04103 Leipzig, Deutschland